Rund 200.000 mal pro Jahr wird in Deutschland eingebrochen. Damit ist die Zahl der Wohnungseinbrüche in den vergangenen 25 Jahren erheblich stärker gestiegen als die allgemeine Kriminalität. Statistisch gesehen wird in Deutschland fast alle zwei Minuten eingebrochen. Bei einer Aufklärungsquote von nur 17% ist das Risiko für die Täter zudem ausgesprochen gering. Und es kann jeden treffen. Wenn sich die Täter dafür nicht besonders anstrengen müssen, geben sich viele Einbrecher mit der Beute zufrieden, die sich in jedem Durchschnittshaushalt findet: Schecks, Schmuck oder teure Elektrogeräte.

Einbruchtäter sind meist Gelegenheitseinbrecher, die spontan die Gunst der Stunde nutzen - wie etwa ein gekipptes Fenster oder eine Wohnungstür, die lediglich ins Schloß gedrückt, aber nicht abgeschlossen wurde. Statt mit schwerem Werkzeug gehen sie dabei meist mit einfachen Hilfsmitteln wie etwa einem Schraubenzieher ans Werk. Und Einbrecher haben es immer eilig. Kommen sie nicht innerhalb von fünf, sechs Minuten ans Ziel, brechen sie ihr Vorhaben meist ab. Ein untrügliches Indiz dafür, dass man mit guten Sicherheitseinrichtungen Einbrechern durchaus einen "Riegel" vorschieben kann.

Den angerichteten Schaden beziffert das Bundeskriminalamt in Wiesbaden auf rund 700 Millionen € pro Jahr. Wobei nicht nur die erbeuteten Wertgegenstände ins Gewicht fallen. Denn allein die Reparatur der durch den Einbruch entstandenen Sachschäden an Türen, Fenstern und in den Wohnräumen selbst verursacht ca. 50% der Schadenssumme. Die Investition in nachträglich eingebaute Riegel und Schlösser, Fenstersicherungen oder auch eine Alarmanlage kann also auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sehr sinnvoll sein.

 

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